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Wilhelm Hausenstein Gesellschaft


Wilhelm Hausenstein (1882-1957) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Kunstschriftsteller, Reiseschriftsteller, Essayisten, Erzähler und Übersetzer seiner Zeit; und nach dem zweiten Weltkrieg wurde er noch zum ersten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich ernannt. Was er war und was er wollte, sollte nicht vergessen, sondern als Verpflichtung verstanden werden. Daher gibt es eine Gesellschaft, die seinen Namen trägt und in seinem Sinne wirkt.

Die Symposiumsvorträge
(2018 - REISEN) im IUDICIUM-Verlag erschienen  (
iudicium.de)

Die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft legt mit diesem Büchlein ihren 11. Kongressbericht vor. Das Symposium in Hornberg, im Geburtsort Hausensteins, hatte sich das Thema Reisen vorgenommen. Die wichtigsten Aspekte dieses wahrlich bewegenden Themas sollten zur Sprache kommen, unter diversen Blickwinkeln der Hausenstein-Forschung und Pflege seines vielfältigen Erbes, vor allem aber unter dem Aspekt von Wahrnehmung und Würdigung der Gegenwart, soweit sich diese in einem Symposium abbilden lässt. Was bewegt uns, über die Abertausende von Kilometern zu reisen, die wir in unserem heutigen Leben zurücklegen, und was bleibt uns davon? Kommt unsere Seele mit, wenn wir uns so extensiv bewegen? Welche Ursachen, Sehnsüchte und Triebe sind im Spiel? Welche Rolle spielt unsere Bildungstradition? Geht es um ein Wohlstandsphänomen? Welchen Beitrag leisten die Träumer, die Helden unserer Reiseliteratur, die womöglich der Enge ihrer Tage in erdachten Reisen entkamen? Sehnsucht ist ein starkes Motiv, das uns Literatur, Kunst und vor allem Musik stets aufs Neue vermitteln, obwohl sie von fernen Zeiten berichten, als Reisen ein seltenes Privileg war, gefährlich dazu … (Wolfgang Boeckh)

VORANKÜNDIGUNG


Alle zwei Jahre veranstaltet die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft ein Symposium in Hornberg, der Geburtsstadt von Wilhelm Hausenstein. Das nächste Symposium findet vom

16. bis 18. Oktober 2020 im

Ratssaal der Stadt Hornberg statt. Das Thema heißt:


Deutschland-Frankreich, die
„ziemlich besten Freunde“.



Referenten aus dem In- und Ausland, aus Forschung und Lehre, Kunsthistoriker, Musikhistoriker, Literaturwissenschaftler, Autoren und Journalisten werden viele verschiedene Aspekte der Deutsch-Französischen Beziehungen, die wie ein Wunder nach dem zweiten Weltkrieg zur Freundschaft wurden, beleuchten.


Wegbereiter dieser guten Beziehungen war Wilhelm Hausenstein, der „homme de lettre“ und Diplomat, zu dem ihn Konrad Adenauer gemacht hat. Es referieren unter anderem


Prof. Dr. Hubert Roland, Prof. Dr. Peter Frankenberg (Minister a.D.), Prof. Dr. Patricia-Oster-Stierle, Manfred Hammes, Prof. Dr. Henry Keazor, Prof. Dr. Thorsten Lorenz, Prof. Dr. Frank Baasner (DFI Ludwigsburg), sowie Dr. Johannes Werner, Prof. Dr. Karlheinz Stierle, Dr. Kerstin Bitar, Dr. Joachim Steinheuer, Dr. Peter Reuss (Deutscher Botschafter bei der UNESCO in Paris), Dr. Gunilla Eschenbach(Literaturarchiv Marbach), Georges Wagner-Jourdain und Wolfgang Boeckh.


Ein Prospekt und diese Website werden rechtzeitig über den Programmverlauf informieren.

Es wird empfohlen, in den Hotels von Hornberg Zimmer zu reservieren. Das Fremdenverkehrsamt gibt gerne Auskunft.

( 07833 79344 oder tourist-info[at]hornberg.de)


Die Referenten wohnen im
Hotel Adler (07833 935990) oder
im Hotel Schloss Hornberg (07833 96550)


Weitere Auskünfte gerne über den Vorstand der WHG

boeckh[at]wilhelm-hausenstein.de

Wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird das Symposium verschoben. Neuer Termin: 15.-17. Oktober 2021

Karl Valentin

Photographien

Mit einem Vorwort

von Wolfgang Till

und dem Essay

 “Die Masken des Komikers“ von Wilhelm Hausenstein

188 Seiten, 64 Tafeln und 3 Abbildungen in Duotone

ISBN 978-3-8296-0858-9

€ 19.80 €(A) 20.40 CHF 22.80

Karl Valentin - Photographien:

Die Groteske ist ein sicherer Ort?

Mnchen, Dezember 2018


Karl Valentin (1882-1948) gilt als Inbegriff des bayerischen Originals. Mit seinen Bhnenstcken, Sketchen und Filmen prägte er eine ganz eigene Form von hintersinnigem Humor, der Generationen von Bhnenknstlern - auch weit ber die Grenzen Bayerns und des deutschen Sprachraums hinaus - bis heute beeinflusst. Doch nicht nur in Film - und Tondokumenten hinterließ dieses Universalgenie ein breites Œuvre, sein Drang zum Skurrilen ließ den Knstler darber hinaus in zahlreiche Masken schlpfen - vom „Athleten " ber den „Feuerwehrhauptmann" bis zur „Lorelei"-, die als Photographien erhalten sind. Valentin selbst schuf daraus acht Leporellos mit Bildern, die zum Teil bereits im Jahr seines Todes unter dem Titel Die Masken des Komikers veröffentlicht wurden. Damals verfasste der Kunstkritiker, Publizist und Diplomat Wilhelm Hausenstein (1882-1957) einen Nachruf und bebilderte ihn mit ber 40 dieser Selbstinszenierungen seines Freundes.

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