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Wilhelm Hausenstein Gesellschaft


Wilhelm Hausenstein (1882-1957) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Kunstschriftsteller, Reiseschriftsteller, Essayisten, Erzähler und Übersetzer seiner Zeit; und nach dem zweiten Weltkrieg wurde er noch zum ersten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich ernannt. Was er war und was er wollte, sollte nicht vergessen, sondern als Verpflichtung verstanden werden. Daher gibt es eine Gesellschaft, die seinen Namen trägt und in seinem Sinne wirkt.

Symposium 2023

Deutschland – Italien


Hornberg, 13. -15. Oktober 2023

Rathaus Hornberg

Die Vorbereitungen zum Symposium 2023 sind weitgehend abgeschlossen. Die Referentenliste sollte uns Appetit machen, auf „Deutschland – Italien“! Das Thema ist weit gefasst, wenn im Frühjahr der Flyer gedruckt wird, wird es etwas konkreter. Soviel sei schon verraten: Es kann nicht um die nächste Rezension von Goethes „Italienischer Reise“ gehen, obwohl die Verlockung groß war. Vielmehr kümmern wir uns um die Aspekte, die unserer WHG angemessen sind, und die Voraussetzung jeder kunsthistorischen Kompetenz sind: Italien als bedeutendster Ort der abendländischen Kunst – und Architekturerfahrung. Selbstredend betrifft dies auch die Musikgeschichte. Dazu also das „ego sum in Arcadia“ – der subjektive rote Faden der Reisen ins Land, in dem die Zitronen blühen. Der Verneigung über das historische Kunsterlebnis sollen gegenwärtige Aspekte gegenüber stehen: Welche Rolle spielte Italien bei der Staatsgründung der BRD nach dem zweiten Weltkrieg? Ist Deutschland tatsächlich „in Rom gezeugt, in Washington geboren“? Sind die Deutschen, die mit der VESPA die Alpen überquerten, tatsächlich nach Italien gefahren, oder nur ans Meer, und zum Pizza-Essen? Wie haben Italiener Deutschland erlebt, die hier den Begriff „Gastarbeiter“ prägten? Hat das hehre Wort von der „Zuneigung“ zu einem Land noch Gültigkeit, diesseits und jenseits des Brenners? Gibt es so etwas wie „Augenhöhe“ in den Beziehungen?

Es werden referieren, u.a.:


Dr. Johannes Werner

Dr. Kerstin Bitar

Prof. Dr. Karlheinz Stierle

Prof. Dr. Patricia Oster- Stierle

Prof. Dr. Henry Keazor

Prof. Dr. Silke Leopold

Prof. Dr. Immaculata Amodeo (ehm. Villa Vigoni, Menaggio)

Dr. Sabina Kienlechner ( Berlin)

Dr. Olga Sparschuh (TU München)


Wolfgang Boeckh, Programm und Moderation

Der 12. Kongressbericht zum Symposium 2021 erscheint demnächst im IUDICIUM Verlag

Die Symposiumsvorträge
(2018 - REISEN) im IUDICIUM-Verlag erschienen  (
iudicium.de)

Die Wilhelm-Hausenstein-Gesellschaft legt mit diesem Büchlein ihren 11. Kongressbericht vor. Das Symposium in Hornberg, im Geburtsort Hausensteins, hatte sich das Thema Reisen vorgenommen. Die wichtigsten Aspekte dieses wahrlich bewegenden Themas sollten zur Sprache kommen, unter diversen Blickwinkeln der Hausenstein-Forschung und Pflege seines vielfältigen Erbes, vor allem aber unter dem Aspekt von Wahrnehmung und Würdigung der Gegenwart, soweit sich diese in einem Symposium abbilden lässt. Was bewegt uns, über die Abertausende von Kilometern zu reisen, die wir in unserem heutigen Leben zurücklegen, und was bleibt uns davon? Kommt unsere Seele mit, wenn wir uns so extensiv bewegen? Welche Ursachen, Sehnsüchte und Triebe sind im Spiel? Welche Rolle spielt unsere Bildungstradition? Geht es um ein Wohlstandsphänomen? Welchen Beitrag leisten die Träumer, die Helden unserer Reiseliteratur, die womöglich der Enge ihrer Tage in erdachten Reisen entkamen? Sehnsucht ist ein starkes Motiv, das uns Literatur, Kunst und vor allem Musik stets aufs Neue vermitteln, obwohl sie von fernen Zeiten berichten, als Reisen ein seltenes Privileg war, gefährlich dazu … (Wolfgang Boeckh)

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